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zZ ist die Charles de Gaulle das Flaggschiff der französischen Marine in Toulon in der grossen Überholung. Mit dem schweizerischen Verteidigungsattaché in Paris bin ich in Kontakt und eventuell ist es möglich den Träger vor dem erneuten "Stapellauf" im 2018 zu besichtigen --> leider NEIN !!

Die Besichtigung des Flaggschiffes der spanischen Marine (NEU: Juan Carlos I) lässt mich nicht in Ruhe und....

....auch die Engländer haben mit der Queen-Elizabeth-Klasse, vormals als CVF-Project bezeichnet, eine lang geplante Flugzeugträgerklasse für die britische Royal Navy vorgestellt. Insgesamt sollen zwei Schiffe gebaut werden, um die drei Flugzeugträger der Invincible zu ersetzen. Sie werden zu den größten außerhalb der USA gebauten Flugzeugträgern gehören.


 






Bericht von Felix Kälin

Nach mehr als 2 Jahren Vorbereitung und Planung war es soweit: Am Samstag 20. April durften eine Gruppe von Militäraviatik-Freunden unter der Leitung von AVIA Flieger Sektion Luzern (Offiziersgesellschaft der Luftwaffe) und Oberstlt Paul Jäger als Organisator den im Hafen von Civitavecchia vor Anker liegenden Flugzeugträger CAVOUR besuchen. 

Nachdem wir über eine seitliche, befahrbare Rampe den Flugzeugträger erklommen haben, erreichten wir den grossen, 134 m langen und 21 m breiten Hangar, welcher Platz für 12 Hubschrauber oder 8 Flugzeuge bietet. Dort wurden wir vom Kapitän zur See; Capitano di Vascello Francesco MILAZZO begrüsst. Während der kurzen Wartezeit auf den Schweizer Botschafter in Rom, Bernardino REGAZZONI und dem Verteidigungsattaché Brigadier Peter WANNER, konnten wir bereits die ersten Aufnahmen im Bauch des Trägers machen. Unter anderem waren 3 HarrierAV8-B, 2 EH 101 sowie eine Agusta-Bell 212 ASW zu sehen. 

Nach Eintreffen der Schweizer Delegation aus Rom wurden wir im Briefing Raum herzlichst vom Flottenkommandeur Contrammiraglio Carlo MASSAGLI begrüsst und mit ein paar Fakts über die italienische Flotte sowie den Flugzeugträger Cavour im speziellen informiert.

Die Besichtigung erfolgte anschliessend in zwei Gruppen. Dabei konnten wir den Maschinen-Überwachungsraum, das Bordhospital mit 2 Operationssälen, die Kommandobrücke sowie die Brücke des „Air Boss“ besichtigen und auch überall fotografieren. Was für einen im Einsatz stehenden Flugzeugträger nicht üblich ist. Lediglich im „Hirn“ des Flugzeugträgers, dem Kommandozentrum im Innern durften wir keine Bilder machen. 

Die CAVOUR, benannt nach dem ersten italienischen Premierminister, wurde im Juni 2009, nach 8 jähriger Bauzeit in Betrieb genommen. Die Cavour ersetzte den in die Jahre gekommen Helikopterträger Vittorio Veneto und ergänzt den bisher einzigen Träger Giuseppe Garibaldi.

Der Träger mit einer Verdrängung von 27.ooo Tonnen wurde als Mehrzweckschiff ausgelegt.

Auf dem 220 x 34 m grossen Flugdeck findet der Flugbetrieb mit Harrier AV8-B Senkrechtstarter und Helikopter statt. Das Deck verfügt über 8 Parkpositionen für Flugzeuge sowie 6 Hubschrauberlandeplätze. Dank der 12° ansteigenden vorderen Rampe können die Harrier AV8-B mehr Gewicht (Bomben und/oder Treibstoff) mitnehmen, als sie dies bei einem Senkrechtstart machen könnten. Dank einer hochgradigen Automatisierung kommt der Flugzeugträger CAVOUR mit einer Besatzung von gut 45o Männern und Frauen aus, dazu kommen je nach Einsatz 203 Marineflieger und in der Regel 140 Stabsoffiziere zur Führung des Flottenverbandes. 

Mittels einer zusätzlichen Heckrampe kann der Träger auch als RoRo-Garage für bis zu 100 leichten, 50 mittleren oder 24 schweren Fahrzeugen (Kampfpanzer) aufnehmen. Über Rampen und Aufzüge können bei Bedarf weiteres Material und Fahrzeuge auf das Flugdeck gebracht werden. Zusätzlich können über 400 Marineinfanteristen transportiert und zu ihrem Einsatz gebracht werden.

Im Januar 2010 wurde das Schiff ohne Flugzeuge, aber mit Helikoptern, Hilfsgütern und Hilfskräften an Bord nach Haiti entsandt, um nach dem dortigen Erdbeben Erste Hilfe zu leisten. Dieser Einsatz war ein gutes Beispiel für die Mehrzweckfähigkeit der CAVOUR.

Die italienische Marine hat den Antrag via Paul Jäger und unserem Verteidigungsattachee in Rom bewilligt.


 
   
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